Wir Identitäre widmen uns als NGO fast ausschließlich dem drängendsten Problem unserer Zeit: dem Großen Austausch. Solange dieser Prozess stattfindet, wird alles andere zur Nebensache. Unsere Gegner können sich nicht darauf einigen, ob sie ihn leugnen oder bejubeln sollen. Doch was ist der Große Austausch eigentlich?

Kurz und knapp: Der Große Austausch ist der Prozess, an dessen Ende die einheimische Bevölkerung zur Minderheit im eigenen Land geworden ist. Er ist das Resultat aus niedriger Geburtenrate und Massenzuwanderung.

Geburtenrate und Zuwanderung

Denn die Geburtenrate der Österreicher ist in den letzten Jahrzehnten (vor allem seit den 1960er-Jahren) massiv gefallen. Die Geburtenrate der im Inland geborenen österreichischen Staatsbürger (inkl. derjenigen mit Migrationshintergrund) liegt laut Österreichischem Integrationsfond gegenwärtig bei 1,34. Die Kennzahl sagt nicht weniger, als dass aus der Vereinigung von zwei Österreichern nur noch 1,3 Österreicher hervorgehen. Diese niedrige Geburtenrate hat zur Folge, dass beispielsweise allein im Jahr 2015 fast 12.000 Österreicher mehr starben als geboren wurden.

Ein massiver Bevölkerungsrückgang müsste eigentlich die Folge sein.

 

Doch wie kann es sein, dass wir trotzdem alle paar Monate die Erfolgsmeldung in den etablierten Medien zu lesen bekommen: „Österreich wächst!“ Richtig: es wandern so viele Menschen nach Österreich ein, dass dieser Bevölkerungsrückgang nicht nur ausgeglichen wird, sondern es sogar zu einem Bevölkerungswachstum kommt. Beispiel: Im Jahr 2015 sind 214.410 Menschen nach Österreich gezogen, wovon nur 15.752 österreichische Staatsbürger waren. Vergleicht man den 1.1.2017 mit dem 1.1.2016, dann lebten aufgrund von Zuwanderung 73.215 Menschen mehr in Österreich.

Ein weiterer Faktor, der zu beachten ist: Migranten haben eine höhere Geburtenrate. Während die Österreicher eine negative Geburtenbilanz aufweisen, nimmt die Anzahl von Nicht-Europäern durch die positive Geburtenbilanz sogar zu:

ÖIF. http://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/migrationintegration-2016.pdf

Abwanderung und Assimilation

Gegen diesen Trend wirken zwei Faktoren: Abwanderung und Assimilation. Dabei findet Assimilation (Zuwanderer gehen in der einheimischen Bevölkerung auf) nur sehr langsam statt. Schon die Minimalvoraussetzung, nämlich eine deutsche Umgangssprache, zeigt dies an: Berechnungen auf der Grundlage der Volkszählungen von 1991 und 2001 schätzen, dass in zehn Jahren nur etwa 3 bis maximal 5 Prozent der Eingebürgerten und Ausländer zur deutschen Umgangssprache gewechselt sind.

Der zweite Faktor, der gegen den Großen Austausch wirkt, ist die Abwanderung von Migranten. Beispielsweise sind im Jahr 2015 80.141 Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft abgewandert. Wären nicht gleichzeitig 198.658 Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft zugewandert, ergäbe dies eine Reduzierung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Unter den gegenwärtigen Bedingungen hingegen bleibt eine Nettozuwanderung von 118.517.

Abwanderung und Assimilation können die Massenzuwanderung deshalb in keiner Weise ausgleichen. Die Anzahl an Nicht-Österreichern an der Gesamtbevölkerung nimmt zu – der Große Austausch ist die Folge. Symbolisch darstellt sieht die Entwicklung so aus: Während die Gesamtbevölkerung wächst, stellen die Österreicher einen immer kleineren Teil dar.

Sichtbar wird der Große Austausch auch an der Entwicklung des Ausländeranteiles in den letzten 50 Jahren:

Heute besteht die Bevölkerung laut den aktuellsten offiziellen Zahlen aus 14,6% ausländischen Staatsbürgern und 5,8% im Ausland geborenen österreichischen Staatsbürgern.

ÖIF. http://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/migrationintegration-2016.pdf

Im Inland geborene österreichische Staatsbürger mit Migrationshintergrund (2. und 3. Generation) sind in dieser Statistik nicht eigens erfasst. Ohne Berücksichtigung der 3. Generation dürften 21 Prozent der österreichischen Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben.

Bei den Zahlen der offiziellen Statistiken sticht auch ins Auge, dass die Österreicher ohne Migrationshintergrund wegen der geringen Geburtenrate auch wesentlich älter als Menschen mit Migrationshintergrund sind. Dies bedeutet eine Beschleunigung des Großen Austausches durch ein zunehmend schnelleres Schrumpfen der heimischen Bevölkerung:

ÖIF. http://www.integrationsfonds.at/fileadmin/content/migrationintegration-2016.pdf

Wohin führt das?

Diese Statistiken können nur eine Tendenz anzeigen: Denn erstens sind sie ungenau und verzerrend, weil etwa Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund der 3. Generation einfach aus der Statistik verschwinden. Zum anderen weist die Statistik Assimilation nicht aus.

Was Anhand der Zahlen aber jedenfalls gesagt werden kann, ist, dass die Massenzuwanderung so dramatisch ist, dass ein Ausgleich durch Assimilation und Abwanderung unmöglich ist, sowie dass die Österreicher mit rasenden Schritten darauf zusteuern, zur Minderheit im eigenen Land zu werden.

Univ. Prof. Herbert Vonach schrieb 2014 eine Broschüre zur Bevölkerungsprognose für das Freiheitliche Bildungsinstitut, worin die Entwicklung veranschaulicht wird. Dieses „Basisszenario“ beschreibt die Situation, wenn im Jahr 2016 bereits ein Einwanderungsstopp verhängt worden wäre:

Maßnahmen

Wie man sieht, würde auch ein bloßer Einwanderungsstopp nicht ausreichend sein, damit Österreich das Land der Österreicher bleibt. Um der Entwicklung effektiv zu begegnen, bräuchte es drei Maßnahmen:

  1. Remigration: Die Umkehrung der Migrationsströme. Statt wie bisher eine Nettozuwanderung, muss es eine Nettoabwanderung geben. Dies wird erreicht, indem die Zuwanderung massiv begrenzt wird. Auf Seiten der Abwanderung wird die Rückkehr in das Heimatland gefördert, schwerkriminelle und illegale Personen abgeschoben.
  2. Leitkultur: Österreich ist österreichisch. Indem die Hegemonie der österreichische Kultur im öffentlichen Bereich durchgesetzt wird, wirkt Leitkultur auf zwei Ebenen. Zum einen fördert es die Assimilation, indem Umgangssprache und -gepflogenheiten übernommen werden müssen. Zum anderen fördert es die Remigration all jener, die Österreich nicht als österreichischen Staat anerkennen wollen.
  3. Familienpolitik: Förderung des Kinderwunsches. Indem der Staat die finanziellen Lasten von Kindern ausgleicht und für eine gesellschaftliche Anerkennung von Eltern sorgt, wird die Geburtenrate angehoben und der Geburtensaldo ins Positive gekehrt.