Reaktionen auf meine Studie – ist das schon alles?

Die letzten Monate beschäftigte ich mich intensiv mit dem Rechtsextremismus-Vorwurf gegenüber der Identitären Bewegung Österreich. Herausgekommen ist eine umfangreiche Fallstudie über die Akteure BVT und DÖW, deren Begriffe sowie die Frage, ob die IBÖ tatsächlich unter die verwendeten Begriffe fällt. Seit einer Woche ist sie kostenlos abrufbar und war eine Provokation für alle, die bisher unwidersprochen gegen uns hetzten.

Ich erwartete mir ernsthaft Kritik und Widerlegungen und bereitete mich schon auf die Notwendigkeit einer Überarbeitung vor. Doch die Reaktionen waren… überraschend peinlich.

Die peinlichste Meldung zuerst. Sie stammt von Natascha S. und war mehr als entlarvend für die ganze Geisteshaltung dieser selbstverliebten „Experten“-Clique. Es war nicht nur das übliche Blabla von „Mit Rechtsextremen darf man nicht reden“, aber auch. Ihr wusstet es bestimmt: Wenn Rechtsextreme reden wollen, wollen sie nicht reden, sondern nur Gewalt legitimieren. Deshalb darf man nicht mit ihnen sprechen. Dass diese Gesprächsverweigerung ein Merkmal von Extremismus ist, habe ich in der Studie ausgeführt. Ich würde deshalb die Behauptungen wagen, dass dem Fräulein S. das Schaffen eines Klimas, „in dem Gewalt gegen bestimmte Gruppen legitim ist“, nicht gänzlich unbekannt ist.

Doch sie setzte noch eins drauf: Es gäbe nur eine Handvoll Leute, die in einer Diskussion mit uns bestehen würden und uns ganz ganz dolle „auflaufen lassen“ würden. Nur: Die reden halt nicht mit uns und wer es doch tut, ist nur ein  Schaumschläger. Alles klar. Und überhaupt. Deshalb: Weil der Antifaschist von Format nicht respektlos gegenüber den Experten ist, kommt er nicht einmal in Versuchung, mit Identitären zu sprechen. Er hält sich lieber an diejenigen, die nicht versuchen, in einer Diskussion mit uns zu bestehen. Das ist nämlich ein Qualitätszeichen!

Dann gibts natürlich auch noch den lieben „Merz“, der sich seit Neuestem sicher ist, nicht nur eine Person zu sein. Jedenfalls auch vielsagend. Er wirkt klüger und legt einfach mal formale Kriterien für eine solche Studie fest, deren Nicht-Einhaltung er mir dann mit pseudo-intellektuellem Geschwafel vorwirft. Originell!

Inhaltlich dürfe man auf die Arbeit ja sowieso nicht eingehen, weil „über einzelne ‚Hypothesen‘  zu diskutieren legitimiert letztlich nur das Bild der Rechten, nämlich das sie dort etwas diskutables abgeliefert hätten“. Auch ein schöner Weg, wenn man nicht mehr weiter weiß. Also inhaltliche Kritik oder Widerlegung: weit gefehlt. Natürlich alles nur, weil man mit den „Rechten“ ja nicht reden darf!

Mutmaßlich tief beeindruckt von diesen Ausführungen gipfelten die Reaktionen beim österreichischen Anchor-Sternchen Armin Wolf. Sein Argument: Ich würde schreiben, dass nur Linksextreme behaupten, wir seien rechtsextrem. Nur: Das habe ich überhaupt nicht getan. Ich habe weder DÖW-Peham noch BVT-Sibylle G. unterstellt, linksextrem zu sein. (Ich glaube übrigens auch nicht, dass sie das sind.) Und außerdem würde ich nichts anderes als einen Versuch unternehmen, unseren Kritiker nachzuweisen, sie seien marxistisch. Auch das habe ich natürlich nicht gemacht und über die Hintergründe der Institutionen gibt es etwa 2 1/2 Seiten – von über 50. Aber wozu die Studie auch lesen, wenn eh alles so schön klar ist.

Aja… der Armin kam auch nicht ohne den Hinweis aus, wir seien „15 spätpubertierende Möchtegernfaschisten mit Umvolkungsparanoia“. Bezeichnend für das Niveau dieser Leute – und auch ihrer Reaktionen. Ich hoffe jedenfalls nicht, dass das alles war.

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