Vor ein paar Tagen – am 2. Juni 2018 – starb der große Österreicher Irenäus Eibl-Eibesfeldt kurz vor seinem 90. Geburtstag. Der Begründer der Humanethologie (Erforschung der biologischen Grundlagen des menschlichen Verhaltens) wurde am 15. Juni 1928 in Wien geboren und arbeitete lange Zeit auch mit dem Nobelpreisträger Konrad Lorenz zusammen.

In der breiten Öffentlichkeit wurde sein wichtiges Lebenswerk kaum gewürdigt. Wohl auch, weil Eibl-Eibesfeldt in aller Deutlichkeit aussprach, dass Ideologien wie der Multikulturalismus dem Wesen des Menschen widerspricht. Legendär ist sein Spiegel-Interview aus dem Jahr 1996, in dem er betonte: „Die heute für die Multikultur eintreten, sind eben Kurzzeitdenker. Sie sind sich gar nicht bewußt, was sie ihren eigenen Enkeln antun und welche möglichen Folgen ihr leichtfertiges Handeln haben kann.“ Stattdessen setzte er sich stets für echte ethnische Vielfalt ein. Er wusste: „Wer seine Wurzeln verliert, kann nicht gedeihen.“

Ich hoffe, dass er in den nächsten Jahren noch den öffentlichen Ruhm erlangen wird, den er verdient. Denn seine Forschung ist zwar keine Grundlage für weltfremde Ideologien, kann uns aber dabei helfen, die Welt ein Stück besser zu machen.